Die Idee

Die Idee

Wir wollen wandern. Wir wollen uns vernetzen. Wir wollen unterwegs Gemeinschaft und Zukunftsfähigkeit leben und erproben.

Weil wir den vielfältigen Krisen unserer Zeit Hoffnung und Inspiration entgegen setzen möchten und glauben, dass eine bunte, lebendige, wechselnde und wachsende Gruppe wilder WandererInnen Hoffnung und Inspiration finden und verströmen kann. Weil wir glauben, dass es Zeit ist, raus zu gehen und sich gemeinsam auf den Weg zu machen in eine lebendigere und lebenswertere Zukunft.

Wir gehen, um das Wildnis- und Gemeinschaftsleben hinaus in die Welt zu bringen und erfahrbar zu machen, um einen friedlichen und nachhaltigen Umgang mit unseren Mitmenschen und der Natur in die Welt zu tragen, um uns auszutauschen, miteinander und den Menschen unterwegs.

Wir gehen, um Bewegung und Bewegungen sichtbar zu machen. Sei es Transitiontown, Permakultur, Stadtteilgärten, Ökodörfer, Gemeinschaftsprojekte, Foodsharing…

Wir gehen für Verbindung. Zu uns selbst, unseren Mitmenschen, den Tieren und der Natur. Um zu vernetzen und aus Inseln Halbinseln zu machen.

Wo in der unmittelbaren Nachbarschaft gibt es ökologische oder solidarische Landwirtschaft, neue Formen des Wohnens und Lebens, Lehrens und Lernens und ganz persönliche, durch innere und äußere Lebenswege und Prozesse initiierte Alternativen zum Gewohnten, die die Welt ein Stück weit verändern? Die „Wilde Karawane“ macht sich jetzt auf den Weg, um Zukunft zu gestalten, Gemeinschaft zu erfahren, sich selbst und die Umgebung besser kennenzulernen. Jeder Mensch zwischen 0 und 166 ist eingeladen sich mit seinen Fähigkeiten, Interessen und ein wenig Gestaltungsoptimismus der Karawane anzuschließen. Mitlaufen und Mitgestalten kann jede und jeder, für ein paar Stunden, ein paar Tage oder auch die gesamte Zeit. Der Weg selbst ist das Ziel. Die Tagesetappen liegen zwischen acht und zwölf Kilometer, so dass sie auch für ungeübte Wandernde gut zu schaffen sind.

Ziel des Projektes ist es eine Gegenbewegung sichtbar zu machen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und Menschen mit innovativen Ideen und Projekten regional zu vernetzen. Auch geht und es darum, miteinander und mit den Menschen unterwegs ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu (er)leben.
Nachgegangen wird Fragen wie: Wie kann ein gutes und nachhaltiges Leben auf dieser Erde gelingen? Welche Ideen gibt es und welche Konzepte werden bereits umgesetzt? Wie kann ein Projekt aussehen, das vor allem auf die Selbstverantwortlichkeit aller Teilnehmenden abzielt und in dem jede und jeder auch gleichzeitig Initiator und Organisator ist? Wo gibt es Menschen, die neue Formen des Zusammenlebens, der Nachhaltigkeit, des Lehrens und Lernens erproben? Wie kann in einer offenen und stetig wechselnden Gruppe ein Gefühl von Gemeinschaft entstehen und erhalten bleiben? Wie entstehen Konflikte und wie lassen sich diese in einer heterogenen Gruppe lösen?

Das Leben, Erleben und Gestalten von Gemeinschaft nimmt einen hohen Stellenwert während der Wanderungen ein: zusammen kochen und essen, das Council, die Übernachtungen und ins Gespräch kommen an Orten, wo der gemeinsame Nenner die Frage nach dem „guten Leben“, nach Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit ist. So zählten zu den Stationen bisher Lebensgemeinschaften wie Prinzhöfte und Steyerberg, Bio Höfe, die Solidarische Landwirtschaft in Dalborn, Transitiontown in Bielefeld, Gemeinschaftsgärten, Jugendhilfeeinrichtungen mit innovativen Konzepten und nicht zuletzt unser Start-, Ziel- und Knotenpunkt, die Rawaule in Hillentrup. Doch auch in Privatgärten oder auf Campingplätze wurde die wilde Karawane eingeladen.

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